Vereinsgeschichte

Auf einer Wiese oberhalb von Pohlbach fing alles an. Damals in den zwanziger Jahren, war die sportliche Betätigung noch ein Ausgleich für die schwere und harte körperliche Arbeit.

 

 

Der Fußball wurde immer populärer, Vereine wie Schalke 04, Nürnberg, Hertha BSC, Dresden usw. waren durch ihre Erfolge auch in den kleinsten Orten der Republik bekannt. Natürlich wurde auch der Fußball neben Boxen und Leichtathletik in das Programm der sportlichen Übungen übernommen.

 

Am 01. Januar 1929 wurde von den Gründungsmitgliedern August Budinger, Heinrich Budinger, Adam Enders, Hans Gansen und Bernd Meurer der Sportverein „Blau-Weiß-Clausen“ gegründet.

 

Als 1. Vorsitzenden wurde von der Versammlung das Vereinsmitglied Matthias Budinger gewählt.

 

Wer die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit nicht kannte, kann sich heute schwerlich vorstellen wie viel Idealismus, dazu gehörte einen solchen Verein über Jahre am Leben zu halten. Die finanziellen Mittel waren äußert bescheiden. In der Vereinskasse herrschte chronische Ebbe. Geld war meistens noch nicht einmal vorhanden um die nötigsten Vereinsausgaben zu bestreiten.

 

Weltwirtschaftskrise, allenthalben hohe Arbeitslosigkeit, dazu noch sehr schlechte Verkehrsanbindungen zu den Plätzen des Gegners verlangten den Spielern sehr viel ab. Die Geschichte weis von Auswärtsspielen, in Zell und Morbach, indem die Wegstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad, ja sogar mit drei Mann auf einem Fahrrad bewältigt wurden.

 

Das alles tat aber der Freude am Spiel keinen Abbruch. Sonntags wurde auf der Wiese am „Hauen“ die Tore aufgestellt, die Kuhfladen beseitigt oder ein anderes Mal die Dreschmaschine vom Platz entfernt und das Spiel konnte beginnen. Vielleicht waren es gerade diese kargen Lebensumstände, das dürftige Freizeitangebot, das die Sportler nicht ablenkte und sie sich ganz auf ihren Sport konzentrieren konnte.

 

Im Jahre 1932 wurde der Verein unter dem damaligen Vorsitzenden Jakob Hegner, der den Verein mit viel Engagement führte und der in Klausen amtierende Pater Ova, der die Jugend betreute, in „DJK Klausen“ umbenannte, nachdem sich der Verein einer der kath. Kirche nahestehenden Vereinigung dem „Deutschen Jugendkraft-Verband“ anschloss. Diesen beiden Vereinvertretern war es zu verdanken, dass der Spielbetrieb forciert wurde und viele Pokalspiele stattfanden aus denen die „Klausener“ oftmals siegreich hervorgingen.

 

 

 

Im Jahre 1939 wurde der Spielbetrieb eingestellt und die Vereinstätigkeit kam zum Erliegen.

Nach den Wirren des Krieges lebte die Sporttätigkeit in Klausen wieder auf und Mitte 1946 wurde der neue Verein unter dem Namen „SV Klausen“ durch das beispielhafte Verhalten der Mitglieder Franz Zimmer, Bernd Meurer, Hans Gansen und Matthias Dietzen, die das Interesse am Fußball in den schweren Zeiten wieder erweckten, ins Leben gerufen.

 

Die Versammlung wählte Hans Gansen zum 1. Vorsitzenden.

 

Klausen spielte wieder Fußball, auch wenn anfänglich nur Freundschaftsspiele durchgeführt wurden. Aber bereits im Jahre 1947 bestreitet der SV Klausen wieder Punktspiele und die Geschichte weis zu berichten, dass so manche Siege errungen wurden.

 

1950 wurde der SV Klausen erstmals Kreismeister mit den damaligen Spielern Gierens Matthias, Zimmer Matthias,  Zimmer Karl, Niesen Nik., Zimmer Peter, Thul Johann (Joja), Meurer  Bernd, Barbeln Jakob, Feilen Hubert, Wollscheid Emil, Zimmer Franz (Tor), Dietzen Matthias und Zimmer Johann, im Spiel gegen Oberscheidweiler.

 

In den darauffolgenden Jahren spielte der SV Klausen mit wechselnden Erfolg, mal Oben mal Unten, bis es dann im Jahre 1960 zu einer vereininternen Krise kam, die zu einer erneuten Einstellung des Spielbetriebes bis zum Jahre 1967 führte. Dann wurde der Verein unter seinem alten Namen wieder gegründet und zeigt seit dieser Zeit ein Bild regen Sportbetriebes und guter Vereinsarbeit.

 

Mit Wirkung vom 16. Dezember 1974 wurde die Rechtsform des Vereins durch Eintragung in das Vereinsregister geändert. Der Sportverein erlangte hierdurch als „eingetragener Verein“ eigene Rechtspersönlichkeit, die unter anderem eine Haftungsbeschränkung der Vereinsmitglieder bewirkte.

 

Am 09. Juni 1977 erfolgte die Einweihung der neuen Sportanlage mit Rasenplatz. Klausen hatte endlich einen hervorragenden Platz und ein Sportheim zur Austragung der Fußballspiele. Der alte Sportplatz wurde als Trainingsplatz hergerichtet, eine Flutlichtbeleuchtung wurde installiert.

 

 

1985 wurde im Zusammenwirken mit anderen Klausener Vereinen mit dem Bau einer „Überdachung“ zum Schutz vor Witterungseinflüssen begonnen, die sich im Laufe der Jahre zu einer zweckmäßigen Festhalle entwickelte.

 

Im Jahre 1988 wurde von ehemaligen Spielern des SV Klausen eine neue

AH - Mannschaft unter der Leitung von Hubert Hoffmann gegründet.

Sie ist ohne Einschränkung eine Bereicherung für den Verein. Sie bietet ihren

Mitgliedern und Partnern und Kindern in jedem Jahr ein Zeltlager, Wanderungen

und Fahrten an. Die AH – Mannschaft hat die Tradition des Maibaumes wieder

Ins Leben gerufen. Sie stellen jedes Jahr in Klausen einen Maibaum auf. Die

AH – Mannschaft unterstützt alle 2 Jahre die Ferienfreizeit in Klausen.

Auch am Dorfgeschehen beteiligt sich die Mannschaft. So wurde 1992 das Krameser

Kapellchen von der AH renoviert und wird bis zum heutigen Tag, auch unter Mithilfe der Klausener Bürger gepflegt.

 

Mit Herbert Denzer als Trainer spielte der SV Klausen bis 1988 in der B-Klasse. 1988/89 unter Franz-Josef Diedrich steigt das Team in die A-Klasse auf, muss aber dann wieder unter Fred Stolz in die B-Klasse zurück.

 

1991 übernimmt Hilarius Comtesse den Trainerposten und seitdem ging es im Wallfahrtsort Klausen steil bergauf.

 

1992 steigt die Mannschaft wieder in die A-Klasse auf, bereits ein Jahr später in die Bezirksliga West und zwei Jahre später in die Landesliga Süd. 1995 verlässt der bisher erfolgreichste Trainer Comtesse den SV Klausen und Alfred Weyland tritt die Nachfolge an. Unter ihm steigt die Mannschaft 1997 in die höchste Klasse des Fußballverbandes „die Verbandsliga Rheinland“ auf. Die Saison 97/98 erweist sich als sportlich nicht sehr erfolgreich. Werner Platz rettet den SV vor dem Abstieg, auch in den folgenden Jahren führt er die Mannschaft erfolgreich in der Verbandsliga.

 

Ein weiterer Trainer, August Schlotter, übernimmt 2001-2002 die Mannschaft des SV Klausen und erreicht den 3. Tabellenplatz in der Rheinlandliga.

 

Im Jahre 2002 strebt der SV Klausen die Fusion mit dem SV Wittlich an, wird jedoch am 30.06.02 von Seiten des Fußballverbandes daran gehindert. Nur unter großen Schwierigkeiten wird überhaupt eine Mannschaft zur Saison gemeldet und in letzter Minute kann der 1. Vorsitzende Reinhold Meurer einen Trainer, Wolfgang Hoor und neue Spieler verpflichten. Anfang August startete die Saison und bereits in den ersten Spielen war zu erkennen, das Wolfgang Hoor die „Neuen“ sehr schnell in die Mannschaft integrierte und ein Spitzenteam formte, das den Topfavoriten aus Argenthal und Trier Paroli bieten konnte. Am letzten Spieltag schaffte die Mannschaft mit einem 2:0 Sieg in Krettnach den Aufstieg in die Amateur-Oberliga-Südwest, den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

 

Durch den Abgang einiger Leistungsträger zu Beginn der Saison 2003/2004, den kleinen finanziellen Rahmen im Vergleich mit Vereinen wie Koblenz, Weingarten, Saarbrücken etc., gestaltete sich der Gang des Aufsteigers in der Amateur-Oberliga sehr schwierig und man musste wieder absteigen.

 

Neben der 1. Mannschaft des SV Klausen war der Verein stets bemüht auch eine „Zweite“ im Verein zu installieren. Von 1989 an unter Trainer Albert Zimmer schaffte man 1993 den Aufstieg in die C-Klasse. Gerhard Junk und Günter Philippi führte die zweite Mannschaft von der Saison 93/94 bis zum Jahre 1997. Unter Trainer Rainer Thul erringt die Mannschaft 1998 den Kreispokal. Mit Beginn der Saison 1998/99 übernimmt Markus Dillenburg den Part des Trainers bis zum Jahr 2000. Erst mit Spielsaison 2003/2004 spielt eine neue zweite Mannschaft in der C-Klasse Mosel.

 

Nach der Saison 2003/04 und dem verbundenen Abstieg in die Rheinlandliga konnte der SV Klausen keine 1. Mannschaft mehr stellen. Es wurde ein Neuanfang beschlossen. Die 1. Mannschaft wurde vom Spielbetrieb abgemeldet und unsere Zweite Mannschaft musste 2 Jahre in der Kreisliga C außer Konkurrenz spielen.

In dieser Krise hielten alle Spieler dieser Mannschaft dem SV Klausen die Treue.

In der Saison 2007/08 wurde unsere Mannschaft Staffelsieger und Kreismeister der C-Klassen und stieg in die Kreisklasse B auf.

 

Es folgte wieder ein Aufstieg in die Kreisklasse A. In der Saison 2010/11 wurde der Kreispokal gewonnen.

2013 stieg der SV Klausen in die Kreisliga B ab. Neuer Trainer wurde Markus Zimmer, der mit viel Engagement einen Neuaufbau vorantrieb und -treibt.

 

So scheiterte der SVK im Spieljahr 2014/15 nur knapp in der Relegation für die A-Klasse. Der Aufstieg wurde in der darauffolgenden Saison hochverdient geschafft, da die Mannschaft die Liga in dieser Spielzeit dominierte und sowohl den besten Angriff als auch die beste Verteidigung stellte.

 

Seit der Saison 2016/17 spielt der SVK in einer Spielgemeinschaft mit den Vereinen aus Sehlem, Esch und Rivenich und stehlt als SG Salmbachtal sowohl eine Mannschaft in der der A- als auch in der B-Klasse.

 

Der SV Klausen unterhält zurzeit eine Jugendspielgemeinschaft mit den Orten Dreis, Arenrath, Bruch, Dörbach, Niederkail, Gladbach, Esch und Rivenich. Weitere Infos hierzu findet man unter www.jsg-untere-salm.de.

 

Aus einer früheren Jugendspielgemeinschaft ging Mitte der neunziger Jahre auch eine Mädchenabteilung hervor, die später in eine Frauen- und Mädchenspielgemeinschaft mit den Vereinen aus Salmrohr, Hetzerath, Klausen und Dörbach überging. Die Frauenmannschaft  „FSG Salmtal“ spielte in der höchsten Klasse des Fußballverbandes Rheinland. Seit 2007 spielt diese Mannschaft unter dem Verein SV Dörbach, um ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen zu können.

 

 

Allen die zu diesem Erfolg beigetragen haben, den Gründungsvätern, Vorstandsmitgliedern, Spielern, Trainern, Betreuern, Jugendtrainern, Schiedsrichtern, Mitgliedern und Gönnern des Vereins, gilt es an dieser Stelle Dank zu sagen für die zurückliegenden erfolgreichen Jahre des SV Klausen.

 

SG Salmbachtal

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